HW group Poseidon2 3468

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Das Poseidon2 3468 von HW group ist ein LAN-fähiges Überwachungs- und Steuerungsgerät für Industrie, Technikräume und Rechenzentren.

  • 8 Sensoren: 1-Wire und 1-Wire UNI an zwei RJ11-Ports.
  • 4 Digitaleingänge: für Türkontakt, Leckage, Rauchmelder oder Störmeldungen.
  • 2 Relaisausgänge: schalten Lasten bis 250 V AC / 16 A direkt.
  • Offene Protokolle: SNMP, Modbus/TCP, XML, MQTT, IPv6 und HTTPS.
  • Industrieversorgung: 9–30 V DC und zusätzlicher -48 V DC Eingang.

Poseidon2 3468 im Netzwerk

Das Gerät verbindet präzise Umgebungsüberwachung mit direkter Relaissteuerung in einem kompakten Hutschienen-Gehäuse. Das HW group Poseidon2 3468 erfasst Zustände externer Sensoren und Kontakte über Ethernet und reagiert darauf nicht nur mit Alarmen, sondern auch mit aktiven Schaltvorgängen. Damit eignet sich das Gerät für technische Infrastrukturen, in denen Temperatur, Feuchtigkeit, Leckage, Türstatus oder Versorgungssignale permanent überwacht werden müssen. Zwei RJ11-Ports binden bis zu acht 1-Wire- oder 1-Wire-UNI-Sensoren an, vier digitale Eingänge nehmen potentialfreie Kontakte oder S0-Impulse auf, und zwei Relaisausgänge schalten angeschlossene Verbraucher direkt. Das Kunststoffgehäuse ist für die Montage auf der DIN-Schiene ausgelegt.

  • Sensorik: bis zu 8 externe 1-Wire-/1-Wire-UNI-Sensoren
  • I/O: 4 digitale Eingänge und 2 Relaisausgänge
  • Protokolle: SNMP v1/v3, Modbus/TCP, XML, MQTT, HTTP/HTTPS
  • Logging: interner Speicher für mehr als 250.000 Datensätze
  • Versorgung: 9–30 V DC sowie zusätzlicher -48 V DC Eingang

Überwachen und schalten

Das Poseidon2 3468 sendet Alarme per E-Mail, SNMP-Trap, HWg-Push oder netGSM und protokolliert Mess- und Statuswerte im internen Flash-Speicher. Schwellwerte, Verzögerungen und Alarmbedingungen lassen sich so definieren, dass nicht jede kurze Zustandsänderung eine Eskalation auslöst. Genau das ist in der Praxis wichtig, wenn etwa eine Tür erst nach 120 Sekunden Offenzeit gemeldet werden soll oder wenn ein Lüfter nicht nur überwacht, sondern bei Grenzwertverletzung automatisch zugeschaltet werden muss. Die beiden Relaisausgänge unterstützen Lasten bis 250 V AC / 16 A beziehungsweise 24 V DC / 16 A und eignen sich damit für das direkte Schalten von Ventilatoren, Signalleuchten oder anderen externen Verbrauchern.

Integration in Monitoring

Für den Betrieb in bestehenden Überwachungsumgebungen bietet das Gerät offene Schnittstellen statt proprietärer Sackgassen. Über SNMP und Modbus/TCP lässt es sich sauber in zentrale Monitoring- und Automatisierungskonzepte einbinden. Wer Status- und Alarmdaten in ein zentrales Monitoring übernehmen möchte, kann das Poseidon2 3468 beispielsweise in Icinga-basierte Umgebungen integrieren. Für Dashboards und Langzeitauswertung passt die Kombination mit Grafana oder einer Metrikplattform auf Basis von InfluxDB, sofern die Daten über vorhandene Protokolle oder Middleware übernommen werden.

Für kritische Infrastruktur gebaut

Das Poseidon2 3468 richtet sich an Administratoren, NOC-Teams, Facility-Verantwortliche und Rechenzentrumsbetreiber, die Sensorik und Schaltlogik ohne zusätzliche Insellösung zusammenführen möchten. Der zusätzliche -48-V-DC-Eingang macht das Gerät besonders interessant für Telco- und Industrieumgebungen. Erhältlich ist es als Basisgerät sowie als TSet mit 3-m-Temperatursensor und Netzteil. Wer Alarme zusätzlich per SMS außerhalb des IP-Netzes eskalieren will, kann es mit einem kompatiblen HW group netGSM- beziehungsweise SMS-Gateway ergänzen.

Kühlung schaltet selbstständig

In kleinen Serverräumen oder Netzwerkschränken steigt die Temperatur oft zuerst lokal an einem Hotspot, lange bevor eine zentrale Gebäudeleittechnik reagiert. Das Poseidon2 3468 erfasst Temperatur- und Feuchtewerte über 1-Wire- und 1-Wire-UNI-Sensoren direkt im Rack oder Schaltschrank und schaltet bei Grenzwertverletzung über einen der beiden Relaisausgänge einen Lüfter oder eine Zusatzkühlung. Mit verzögerten Alarmbedingungen trennt das Gerät kurze Lastspitzen von echten Störungen. Das spart unnötige Vor-Ort-Einsätze und hält die Klimatisierung näher an den tatsächlichen Lastprofilen.

Tür offen bleibt sichtbar

Wird ein Technikraum nach einer Wartung nicht korrekt geschlossen, reicht ein einfacher Kontakt allein oft nicht aus, weil kurze Öffnungen zum Alltag gehören. Über einen der vier digitalen Eingänge überwacht das Gerät einen potentialfreien Türkontakt und meldet nur dann per E-Mail, SNMP-Trap oder HWg-Push, wenn die definierte Offenzeit überschritten wird. So landet nicht jede Servicehandlung im Alarmkanal, wohl aber ein sicherheitsrelevanter Zustand, der über Minuten bestehen bleibt. Gerade in verteilten Standorten ohne dauerhaftes Personal ist das ein klarer Vorteil.

Leckage stoppt den Schaden

Unter Klimageräten, Doppelböden oder in Übergabepunkten mit Wasserführung zählt im Ernstfall jede Minute. Das Poseidon2 3468 bindet Leckagesensoren über 1-Wire UNI an und erkennt austretende Flüssigkeit direkt am Entstehungsort. Parallel zum Alarm kann es über ein Relais eine Warnleuchte aktivieren, ein Zusatzsystem abschalten oder eine externe Signalkette anstoßen. Durch die interne Protokollierung mit mehr als 250.000 Einträgen bleiben Verlauf und Eskalationszeitpunkt nachvollziehbar, was bei Ursachenanalyse und Nachweisführung hilft.

Telco-Standorte sauber anbinden

In Funk-, PoP- oder Telekommunikationsstandorten ist -48 V DC oft bereits vorhanden, während klassische IT-Stromversorgungen zusätzlichen Aufwand bedeuten. Das Poseidon2 3468 nutzt neben 9–30 V DC auch einen zusätzlichen -48-V-DC-Eingang und passt damit gut in vorhandene Telco-Infrastrukturen. Gleichzeitig überwacht es Schranktemperatur, Türstatus, Hilfskontakte oder S0-Signale und überträgt die Zustände per SNMP v3, Modbus/TCP oder MQTT an übergeordnete Systeme. Das reduziert Integrationsaufwand in dezentralen Installationen mit vielen gleichartigen Standorten.

Störungen zentral auswerten

Wenn mehrere Sensoren und Kontakte aus Technikraum, USV-Umfeld oder Gebäudeinfrastruktur zusammenlaufen, braucht das Betriebsteam keine weitere Insellösung, sondern verwertbare Daten im vorhandenen Monitoring. Das Poseidon2 3468 liefert Status- und Alarmwerte über standardisierte Protokolle an zentrale Plattformen. In Verbindung mit Monitoring-Lösungen von NETWAYS lassen sich Umgebungsdaten gemeinsam mit Server-, Netzwerk- und Applikationszuständen betrachten. Das verkürzt die Fehlersuche, weil Temperaturanstieg, Türöffnung und Infrastrukturalarm zeitlich in einer Betriebsansicht zusammengeführt werden können.

Parameter Wert Einheit
Hersteller HW group -
Modell Poseidon2 3468 -
Gerätetyp Ethernet-fähiges Überwachungs- und Steuerungsgerät -
LAN-Schnittstelle RJ45, 100BASE-Tx, 10/100 Mbps
Weboberfläche integrierter Webserver -
Unterstützte Protokolle HTTP, HTTPS, SNMP v1/v3, SNMP-Trap, XML, Modbus/TCP, MQTT, SMTP, HWg-Push, netGSM, IPv6 -
Sensorports 2 x RJ11 für 1-Wire / 1-Wire UNI -
Maximale Sensoranzahl 8 Sensoren
Max. Sensorbus-Länge bis 60 m
Digitale Eingänge 4 x Dry Contact, NO/NC, S0-Pulszähler -
Max. Leitungslänge DI bis 50 m
Relaisausgänge 2 x NC-COM-NO -
Max. Last AC 250 V / 16 A AC
Max. Last DC 24 V / 16 A DC
Virtuelle Ausgänge 8 VDO, Zuordnung zu remote Poseidon2/Damocles2 -
Datenlogger interner Flash-Speicher für mehr als 250.000 Werte -
Alarmierung E-Mail, SNMP-Trap, SMS über netGSM, HWg-Push -
Zeitabgleich SNTP -
Versorgung Eingang 1 9 bis 30 V DC
Versorgung Eingang 2 48 V DC
Leistungsaufnahme 2,5 W
Statusanzeigen Power, Link, Setup/Alarm, Input, Output LED
Konfigurationsschutz 2 DIP-Schalter für Setup/Factory Reset und Security-Lock -
Montage DIN-Schiene -
Gehäuse Kunststoff -
Abmessungen 145 x 90 x 45 mm
Gewicht 225 g
Betriebstemperatur -30 bis +50 °C
Lagertemperatur -35 bis +85 °C
EMV FCC Part 15 Class B, CE nach EN 55022, EN 55024, EN 61000 -
Varianten Basisgerät ohne Zubehör; TSet mit 3-m-Temperatursensor und Netzteil -
Herstellerartikelnummern 600570 (Basisgerät), 600589 (TSet) -
HW group Poseidon2 3468 Datenblatt (585 KB)
HW group Poseidon2 3468 Benutzerhandbuch (6 MB)
HW group Poseidon2 3468 Family Manual (5 MB)
HW group Poseidon2 3468 Produktbroschüre (876 KB)

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