HW group Perseus Monitoring 140

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Das HW group Perseus Monitoring 140 ist ein kompaktes LAN-Monitoring-Gerät für professionelle Umgebungsüberwachung mit Alarmierung und offener API.

  • 4x RJ11: bindet 1-Wire- und 1-Wire-UNI-Sensoren direkt an.
  • RS-485: integriert Modbus/RTU-Sensoren und Zähler von Drittherstellern.
  • WLD-Zone: erkennt Wasserleckagen mit Sensorkabel bis 185 m.
  • 2 Relais, 4 DI: reagiert lokal auf Zustände und schaltet Prozesse direkt.
  • Open API: stellt Messwerte per SNMP, MQTT, XML und Modbus/TCP bereit.

Perseus Monitoring 140 im Einsatz

Das Gerät bündelt Umweltsensorik, Alarme und Schnittstellen in einer kompakten Plattform, die entfernte Technikstandorte zuverlässig im Blick behält. Das HW group Perseus Monitoring 140 ist für die professionelle Fernüberwachung von Serverräumen, Technikflächen, Industrieumgebungen und verteilten Standorten ausgelegt. Über vier RJ11-Ports bindet das Gerät 1-Wire- und 1-Wire-UNI-Sensoren an, etwa für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Strom oder Spannung. Hinzu kommen eine RS-485-Schnittstelle für Modbus/RTU-Geräte, vier digitale Eingänge für Trockenkontakte, zwei Relaisausgänge und ein dedizierter WLD-Port zur Wasserleckage-Erkennung. Das kompakte Metallgehäuse eignet sich für die feste Installation in technischen Umgebungen, in denen robuste Schnittstellen und lokale Reaktionsmöglichkeiten gefragt sind.

  • 4x RJ11 für externe Sensoren: ideal für Temperatur-, Feuchte- und weitere 1-Wire-UNI-Messgrößen
  • 1x RS-485 Modbus/RTU: bindet Sensoren und Zähler von Drittherstellern ein
  • 4x DI und 2x DO: verknüpft Kontakte, Melder und Relaisaktionen direkt am Standort
  • Offene Protokolle: SNMP, XML, Modbus/TCP und MQTT für bestehende Monitoring-Stacks
  • Lokale Logik: Bedingungen, Kalender, Scheduler und Lua-Skripte für automatisierte Reaktionen

Integration ohne Inselbetrieb

Seine Stärke spielt das Perseus Monitoring 140 dort aus, wo Messwerte nicht nur gesammelt, sondern auch ausgewertet und weiterverarbeitet werden sollen. Das Gerät stellt Sensorwerte über offene APIs bereit und kann zusätzlich Daten anderer HW group Geräte über LAN einlesen. So entsteht ein zentraler Datenknoten für verteilte Messpunkte. Für klassische Infrastrukturüberwachung ist die SNMP-Anbindung besonders relevant: Wer Status- und Umweltdaten in ein zentrales Monitoring übernehmen möchte, kann das Gerät sauber in Icinga bei NETWAYS einbinden. Für Zeitreihen, Verlaufskurven und Dashboards passt die Kombination mit InfluxDB und Grafana, wenn Messwerte langfristig visualisiert und ausgewertet werden sollen.

Alarmierung und Automatisierung

Das Gerät sendet Benachrichtigungen per E-Mail oder SNMP-Trap; SMS und Anrufe sind in Verbindung mit einem externen SMS-Gateway möglich. Gleichzeitig lassen sich Relaisausgänge abhängig von Sensorwerten oder Eingangszuständen schalten. Das ist interessant, wenn bei Leckage, Übertemperatur oder Türöffnung nicht nur ein Alarm erzeugt, sondern direkt eine lokale Aktion ausgelöst werden soll. Die integrierte Verarbeitung mit Bedingungen, Zeitplänen und Lua-Skripten reduziert externe Abhängigkeiten und erlaubt eine Vorverarbeitung am Edge.

Für professionelle Umgebungen gebaut

Mit IPv6, SNMPv3, HTTPS mit Kundenzertifikat und Radius nach IEEE 802.1X richtet sich das Perseus Monitoring 140 an Betreiber, die mehr als nur einen Einzelwert abfragen wollen. Es eignet sich für Installationen mit vielen Signalen, verteilten Sensoren und klaren Alarmwegen. Wer ein LAN-basiertes Monitoring-Gerät mit lokaler Logik, Wasserleckage-Erkennung und breiter Protokollunterstützung sucht, erhält hier eine belastbare Plattform für den Dauerbetrieb.

Zusätzliche Informationen

Device

Perseus 140 Basisgerät, Perseus 140 T-Set

Leckagen vor dem Serverschaden

Unter einem Doppelboden reicht schon ein kleiner Wassereintritt, um Kabeltrassen, PDUs oder Klimaeinheiten zu gefährden. Das HW group Perseus Monitoring 140 bindet ein WLD-Sensorkabel mit bis zu 185 m Gesamtlänge an und erkennt Feuchtigkeit entlang der überwachten Zone. Parallel sendet das Gerät SNMP-Traps oder E-Mails und kann über seine zwei Relais direkt eine Sirene, Warnleuchte oder Abschaltung anstoßen. Für Rechenzentren und Serverräume ist das ein klarer Vorteil, weil Leckagen nicht erst beim Sichtkontakt auffallen, sondern am Ursprung erkannt werden.

Temperaturzonen zentral erfassen

In verteilten Technikräumen, Edge-Standorten oder Lagerbereichen hängen oft mehrere Temperatur- und Feuchtesensoren an unterschiedlichen Punkten. Über 4x RJ11 nimmt das Gerät 1-Wire- und 1-Wire-UNI-Sensoren auf und fasst die Messwerte an einem LAN-Knoten zusammen. Grenzwerte, Zeitpläne und lokale Bedingungen laufen direkt auf dem Gerät, ohne dass jede Reaktion erst durch ein zentrales System entschieden werden muss. Gerade in Kühlbereichen, USV-Räumen oder kleinen Außenstellen spart das Administrationsaufwand und verkürzt den Weg vom Ereignis zur Alarmierung.

Fremdsensoren sauber einbinden

Wenn bereits Modbus/RTU-Sensoren, Energiezähler oder Umweltsensorik anderer Hersteller vorhanden sind, muss die Überwachung nicht neu aufgebaut werden. Die RS-485-Schnittstelle des Perseus Monitoring 140 bindet solche Geräte direkt ein. Zusätzlich kann das System über seine Meters API Werte weiterer HW group Geräte im LAN übernehmen. Das ist besonders nützlich in gewachsenen Umgebungen, in denen Temperatur, Kontaktmeldungen, elektrische Messwerte und Zustände aus mehreren Quellen in einer Logik zusammengeführt werden sollen.

Kontakte und Relais lokal nutzen

Türkontakte, Rauchmelder, Lüfterstörungen oder Strompräsenz melden oft nur einen einfachen Schaltzustand. Über vier digitale Eingänge verarbeitet das Gerät diese Signale direkt als Trockenkontakt. Die zwei Relaisausgänge schalten anschließend definiert weiter, etwa für Summer, Blitzleuchte, Lüfterfreigabe oder Sammelstörung. Das ist hilfreich an unbemannten Standorten, an denen ein Ereignis nicht nur dokumentiert, sondern unmittelbar vor Ort beantwortet werden soll.

Monitoring-Daten weiterverwenden

Viele Teams wollen Sensordaten nicht in einer Insellösung belassen, sondern in bestehende Betriebsprozesse übernehmen. Das Perseus Monitoring 140 stellt Werte per SNMP, MQTT, XML und Modbus/TCP bereit. Damit lassen sich Statusdaten in Monitoring- und Visualisierungsplattformen übernehmen, historisieren und korrelieren. Für NOC-Teams bedeutet das: Umweltalarme erscheinen zusammen mit Host-, Netzwerk- oder Service-Checks in einem gemeinsamen Betriebsbild, statt getrennt auf mehreren Oberflächen gepflegt zu werden.

Parameter Wert Einheit
Produkttyp LAN-Gerät für Umgebungs- und Zustandsüberwachung -
Ethernet RJ45, 100BASE-T -
Sensoreingänge 4x RJ11 für 1-Wire / 1-Wire UNI -
RS-485 1x 4-polige Klemmleiste für Modbus/RTU -
WLD-Port 1 Zone für Wasserleckage-Erkennungskabel -
Max. WLD-Kabellänge 185 m
Digitale Eingänge 4x DI, Trockenkontakt -
Digitale Ausgänge 2x DO, Relais -
Unterstützte Variablen bis zu 1000 Werte
Unterstützte Meter bis zu 100 Geräte
Alarmierung E-Mail, SNMP Trap, SMS/Anruf über externes SMS-Gateway -
Open API SNMP, XML, Modbus/TCP, MQTT -
Meters API HWg XML, Modbus/TCP, MQTT, SNMP -
Sicherheitsfunktionen IPv6, SNMPv3, HTTPS mit Kundenzertifikat, Radius IEEE 802.1X -
Datenverarbeitung Bedingungen, Aktionen, Kalender, Scheduler, Lua-Skripte -
Versorgungsspannung 9-30 V DC
Netzteil-Spezifikation 12 V / 1,5 A -
Betriebstemperatur -30 bis 85 °C
Gehäuse Metall -
Abmessungen 35 × 111 × 140 mm
Garantie 24 Monate
  • Kompatible Sensorarten: Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Spannung, Strom sowie weitere 1-Wire-UNI-Sensoren.
  • Unterstützte Dienste: HWg-cloud.com, SensDesk Technology, HWg Monitor App für iOS und Android.
  • Lieferhinweis: Je nach Variante als Basis-Gerät oder T-Set erhältlich.
HW group Perseus Monitoring 140 Datenblatt (537 KB)
HW group Perseus Monitoring 140 Benutzerhandbuch (7 MB)
HW group Perseus Monitoring Produktübersicht (29 MB)

Produktsicherheit