HW group Perseus Monitoring 145 LTE-Modem

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Das HW group Perseus Monitoring 145 LTE-Modem ist ein kompaktes Remote-Monitoring-Gerät für Umgebungsdaten, digitale Signale und Alarmierung mit LTE-Backup.

  • LTE-Backup: Alarmierung und Portalzugriff auch bei LAN-Ausfall.
  • 4x RJ11 + RS-485: Sensoren und Modbus/RTU-Zähler zentral anbinden.
  • DI/DO und WLD: Kontakte, Relais und Leckageerkennung direkt integrieren.
  • Offene API: SNMP, MQTT, Modbus/TCP und XML für bestehende Monitoring-Stacks.
  • Lokale Logik: Bedingungen, Scheduler und Lua direkt im Gerät ausführen.

Remote-Monitoring mit LTE

Das HW group Perseus Monitoring 145 LTE-Modem bündelt Sensorik, Alarmierung und Out-of-Band-Konnektivität in einem einzigen Gerät für professionelle Remote-Standorte. Das Gerät ist für die Überwachung von Technikräumen, Racks, Industrieanlagen und Lagerbereichen ausgelegt, in denen Umgebungswerte und Statussignale nicht nur erfasst, sondern auch lokal verarbeitet und zuverlässig gemeldet werden müssen. Über 4 RJ11-Ports für 1W-UNI-Sensoren, eine RS-485-Schnittstelle für Modbus/RTU, 4 digitale Eingänge, 2 Relaisausgänge sowie einen WLD-Anschluss für Leckageerkennung verbindet das Gerät klassische Umweltsensorik mit Meldekontakten und externen Messgeräten in einer kompakten Metallbauform.

  • 4x RJ11 (1W-UNI): für Temperatur-, Feuchte-, Strom-, Spannungs- und weitere HW-group-Sensoren
  • RS-485 Modbus/RTU: zur Einbindung externer Zähler und Drittanbieter-Sensoren
  • LTE-Modem integriert: für Backup-Konnektivität sowie SMS- und Anrufalarme
  • Offene Schnittstellen: SNMP, SNMPv3, XML, Modbus/TCP, MQTT und IPv6
  • Lokale Verarbeitung: Bedingungen, Aktionen, Scheduler und Lua-Skripting im Gerät

Alarme ohne Umwege

Das integrierte LTE-Modem ist der zentrale Unterschied zum Perseus Monitoring 140: Das Modem nutzt LAN als Primärverbindung und hält eine Backup-Konnektivität bereit, wenn die Ethernet-Strecke ausfällt. Gleichzeitig sendet das Gerät Alarme per E-Mail, SNMP-Trap, SMS oder Anruf. Für verteilte Standorte ohne verlässliche Vor-Ort-IT ist das ein echter Praxisvorteil, weil kritische Zustände wie Temperaturanstieg, Wassereintritt oder Türöffnung nicht an einer einzelnen Netzwerkverbindung hängen. Die beiden Relaisausgänge schalten zusätzlich lokale Aktoren oder Warngeber, sobald definierte Schwellwerte oder Zustände eintreten.

Offen für Monitoring-Stacks

Für bestehende Monitoring- und Observability-Umgebungen liefert das Gerät mehrere Integrationswege. Sensorwerte und Zustände stehen per SNMP, XML, Modbus/TCP und MQTT zur Verfügung und lassen sich damit in agentenlose Plattformen einbinden. Gerade für SNMP-basierte Umgebungen ist die Anbindung an Icinga für Enterprise Monitoring naheliegend. Für Dashboards und Verlaufsdarstellungen ergänzen sich die exportierten Messwerte mit Lösungen wie Grafana für Visualisierung. Wenn Mess- und Statusdaten zusätzlich sicherheitsrelevant ausgewertet werden sollen, passen offene Datenquellen auch zu Ansätzen aus dem Bereich Open Source SIEM.

Geeignet für verteilte Standorte

Das Perseus Monitoring 145 verarbeitet bis zu 100 extern angebundene Meters mit insgesamt bis zu 1000 Variablen und kann über die Meters API auch Daten anderer HW-group-Geräte im LAN auswerten. Dadurch eignet sich das Gerät nicht nur als einzelner Sensor-Controller, sondern als lokaler Datenkonzentrator für kleinere Technikstandorte. Wer eine belastbare Kombination aus Sensorüberwachung, Alarmierung, offenen Protokollen und LTE-Backup sucht, erhält mit dem Perseus Monitoring 145 eine robuste Lösung für den professionellen Dauerbetrieb.

Zusätzliche Informationen

Device

Perseus 145 Basisgerät, Perseus 145 T-Set

Wenn der WAN-Uplink ausfällt

Im Außenstandort läuft die Klimaanlage aus dem Toleranzbereich, gleichzeitig ist die Ethernet-Verbindung zum zentralen Monitoring unterbrochen. Das HW group Perseus Monitoring 145 LTE-Modem erfasst Temperatur- und Feuchtewerte über 1W-UNI-Sensoren und hält über das integrierte LTE-Modem den Kontakt zum Portal oder sendet direkt SMS- und Anrufalarme. Für NOC-Teams zählt genau dieser zweite Übertragungsweg: Die Alarmkette bleibt aktiv, obwohl das LAN nicht mehr erreichbar ist.

Leckage am Rackboden

Wasser unter Doppelboden oder vor der Klimazone wird oft erst bemerkt, wenn bereits Hardware gefährdet ist. Über den WLD-Anschluss bindet das Gerät ein Leckage-Erkennungskabel an und löst bei Wasserkontakt sofort Aktionen aus. Zusätzlich kann das Gerät ein Relais schalten, um vor Ort eine Sirene, Lampe oder Abschaltlogik anzusteuern. So wird aus einem einfachen Feuchtealarm ein direkt nutzbarer Eskalationspfad.

Technikräume ohne Leitwarte

In kleinen Telekommunikations- und Technikräumen fehlen oft lokale Systeme für Ereignisverarbeitung. Das Gerät sammelt Türkontakte, Rauchmelder, Strompräsenz oder Lüfterstörungen über die 4 digitalen Eingänge und verknüpft diese mit lokalen Bedingungen, Zeitplänen oder Lua-Skripten. Das spart zusätzliche Einzelgeräte und reduziert die Anzahl separater Alarmmodule am Standort.

Modbus-Zähler zentral erfassen

Wenn Energiezähler, USV oder andere Feldgeräte bereits per RS-485 Modbus/RTU kommunizieren, integriert das Perseus Monitoring 145 diese Daten ohne zusätzlichen Protokollwandler. Zusammen mit Sensoren an den RJ11-Ports entsteht ein gemeinsamer Datenpunkt-Satz für Temperatur, Feuchte, Stromversorgung und Anlagenstatus. Über MQTT, Modbus/TCP oder SNMP gelangen die Werte weiter in zentrale Monitoring- oder Dashboard-Systeme.

Verteilte Sensorik zusammenführen

An kleineren Edge- oder Filialstandorten wachsen Messstellen schnell: Kühllager, Schaltschrank, Türkontakt und USV liefern jeweils eigene Werte. Das Gerät verarbeitet bis zu 100 Meters beziehungsweise 1000 Variablen und liest über die Meters API zusätzlich Daten anderer HW-group-Geräte im LAN ein. Dadurch reduziert sich die Zahl isolierter Monitoring-Inseln, und Betreiber erhalten eine konsolidierte Sicht auf den gesamten Standort.

Parameter Wert Einheit
Produkt HW group Perseus Monitoring 145 -
Gerätetyp Remote-Monitoring-Gerät mit LTE-Modem -
Ethernet 1x RJ45, 100BASE-T -
LTE integriertes globales LTE-Modem -
RJ11-Sensorports 4x 1W-UNI -
RS-485 1x Klemmleiste, Modbus/RTU -
Digitale Eingänge 4x DI, Trockenkontakt -
Digitale Ausgänge 2x DO, Relais -
WLD 1x Zone für Wasserleckage-Erkennungskabel -
Open API SNMP, XML, Modbus/TCP, MQTT -
Zusätzliche Protokolle SNMPv3, SNMP Traps, IPv6 -
Sicherheitsfunktionen RADIUS, IEEE 802.1X, Admin-/Benutzerkonten, HTTPS mit Kundenzertifikat -
Lokale Funktionen Bedingungen & Aktionen, virtuelle Sensoren, Scheduler, Lua-Skripting -
Meters API bis zu 100 Meters / 1000 Variablen -
Alarmierung E-Mail, SNMP-Trap, SMS, Anruf, Relais-Schaltung -
Versorgung 9-30 V DC
Netzteil im T-Set 12 V / 1,5 A -
Betriebstemperatur -30 bis +65 °C
Gehäuse Metallgehäuse -
Abmessungen 35 x 111 x 140 mm
Garantie 24 Monate -
Lieferumfang T-Set Gerät, Universal-Netzteil 12 V / 1,5 A, Temp-1Wire 3 m IP67, LTE-Antenne Quadband-Pigtail -
SIM-Karte nicht enthalten -
Herstellerartikelnummer Basisgerät 600844 -
Herstellerartikelnummer T-Set 600868 -
HW group Perseus Monitoring 145 Datenblatt (531 KB)
HW group Perseus Monitoring 140 & 145 Benutzerhandbuch (7 MB)
HW group Perseus Monitoring 145 Produktbroschüre (20 MB)
HW group Perseus Monitoring Produktübersicht (29 MB)
HW group Perseus Monitoring Plattform-Features (3 MB)

Produktsicherheit